Nun, es ist nicht Tag 9, sondern Tag x. Soviel zum Thema Durchhaltevermögen… Seit dem letzten Eintrag habe ich unzählige Male versagt, ein paar Kilo zugenommen und mich gefragt, ob sich das alles jemals ändern wird. Vor einigen Tagen habe ich dann entschieden, den Blog wieder aufzunehmen. Es passt gar nicht zu Gottes Wesen Dinge anzufangen und nicht zu Ende zu bringen. Daher will ich dieses Projekt bzw. diesen Weg nicht abgebrochen lassen, sondern weitergehen.
Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.
Jesaja 46, 10
Ohmann, das ist so beschämend, wenn ich an all meine angefangenen und abgebrochenen Vorhaben denke.
ABER: Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Philipper 3, 13-14)
Was für ein ermutigendes Wort von meinem Gott! Daher vergiss das Scheitern, vergiss allen Dreck und alle Last, die dich am Weiterlaufen hindert. Denn Gott hat beschlossen deiner Sünde auch nicht mehr zu gedenken (Jer. 31, 34). Stattdessen will ich mich komplett auf das Ziel konzentrieren, mich danach ausstrecken und darauf zujagen. Dieses Ziel ist: das Leben in Christus. Denn dafür bin ich berufen: die himmlische Berufung Gottes in Jesus Christus. Ich lebe oft nicht danach, aber dafür hat mich Christus im Grunde erlöst. Es geht nicht nur darum am Ende in den Himmel zu kommen und nicht in die Hölle, sondern dass wir auch unserem Stand als Kinder Gottes auch wirklich entsprechen und christusähnlich leben.
Das steht wirklich immer wieder in Gottes Wort:
- Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe (Eph. 1,4)
- der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet… Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. (2. Petr. 1, 3-4. 10)
- So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, (Eph. 4,1)
- Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« (1. Petr. 1, 14-16)
Es ist wahrlich eine himmlische Berufung – immer mehr wie Christus zu werden und doch schon so heilig zu sein wie er.
Interessanterweise ist es ein Kampfpreis, das heißt man spaziert nicht locker darauf zu, sondern man kämpft darum. Werden wie Christus, sprich Heiligung, kostet uns etwas: Entbehrung, der Sünde bis aufs Blut widerstehen, sich selbst zu sterben und sein Kreuz täglich auf sich zu nehmen etc. Andererseits kämpft man wiederum nicht, sondern lässt Gott kämpfen. Denn dass wir auch nur einen Schritt in der Heiligung tun können, ist vollständig von der Gnade Gottes abhängig. Jesus Christus hat uns nicht nur erlöst vom Tod, sondern er heiligt uns auch. Es ist alles sein Werk. Etwas widersprüchlich, aber man merkt das meistens nach einer total anstrengenden Situation oder Versuchung. In der Situation selbst ist es anstrengen für einen selbst un danach merkt man, dass allein Gott Gelingen geschenkt hat: Er hat die Kraft geschenkt und die Gnade, dass man bestehen konnte.
Das ergreifen, wozu Christus mich ergriffen hat: Nämlich zu einem Leben in IHM, durch IHN, für IHN.