Was ist das Ziel?

Nun, es ist nicht Tag 9, sondern Tag x. Soviel zum Thema Durchhaltevermögen… Seit dem letzten Eintrag habe ich unzählige Male versagt, ein paar Kilo zugenommen und mich gefragt, ob sich das alles jemals ändern wird. Vor einigen Tagen habe ich dann entschieden, den Blog wieder aufzunehmen. Es passt gar nicht zu Gottes Wesen Dinge anzufangen und nicht zu Ende zu bringen. Daher will ich dieses Projekt bzw. diesen Weg nicht abgebrochen lassen, sondern weitergehen.

Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.

Jesaja 46, 10

Ohmann, das ist so beschämend, wenn ich an all meine angefangenen und abgebrochenen Vorhaben denke.

ABER: Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Philipper 3, 13-14)

Was für ein ermutigendes Wort von meinem Gott! Daher vergiss das Scheitern, vergiss allen Dreck und alle Last, die dich am Weiterlaufen hindert. Denn Gott hat beschlossen deiner Sünde auch nicht mehr zu gedenken (Jer. 31, 34). Stattdessen will ich mich komplett auf das Ziel konzentrieren, mich danach ausstrecken und darauf zujagen. Dieses Ziel ist: das Leben in Christus. Denn dafür bin ich berufen: die himmlische Berufung Gottes in Jesus Christus. Ich lebe oft nicht danach, aber dafür hat mich Christus im Grunde erlöst. Es geht nicht nur darum am Ende in den Himmel zu kommen und nicht in die Hölle, sondern dass wir auch unserem Stand als Kinder Gottes auch wirklich entsprechen und christusähnlich leben.

Das steht wirklich immer wieder in Gottes Wort:

  • Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe (Eph. 1,4)
  • der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet… Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. (2. Petr. 1, 3-4. 10)
  • So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, (Eph. 4,1)
  • Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« (1. Petr. 1, 14-16)

Es ist wahrlich eine himmlische Berufung – immer mehr wie Christus zu werden und doch schon so heilig zu sein wie er.

Interessanterweise ist es ein Kampfpreis, das heißt man spaziert nicht locker darauf zu, sondern man kämpft darum. Werden wie Christus, sprich Heiligung, kostet uns etwas: Entbehrung, der Sünde bis aufs Blut widerstehen, sich selbst zu sterben und sein Kreuz täglich auf sich zu nehmen etc. Andererseits kämpft man wiederum nicht, sondern lässt Gott kämpfen. Denn dass wir auch nur einen Schritt in der Heiligung tun können, ist vollständig von der Gnade Gottes abhängig. Jesus Christus hat uns nicht nur erlöst vom Tod, sondern er heiligt uns auch. Es ist alles sein Werk. Etwas widersprüchlich, aber man merkt das meistens nach einer total anstrengenden Situation oder Versuchung. In der Situation selbst ist es anstrengen für einen selbst un danach merkt man, dass allein Gott Gelingen geschenkt hat: Er hat die Kraft geschenkt und die Gnade, dass man bestehen konnte.

Das ergreifen, wozu Christus mich ergriffen hat: Nämlich zu einem Leben in IHM, durch IHN, für IHN.

Tag 8: Aufrichtigkeit und Gottesfurcht

Aufrichtigkeit ist so wichtig!

Man muss ehrlich zu sich sein. Wenn man gescheitert ist, hilft es nichts den Fehltritt zu verharmlosen. Ich habe die letzten Tage zu wenig mit Gott auf die Dinge gesehen, nicht wirklich mit ihm geredet und ihn nicht mein Herz erforschen lassen.

In Psalm 139 heißt es:

Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg!

Psalm 139, 23-24

Heute hatte ich einen kurzen Moment, in dem ich wieder erkannt habe, dass ich mehr Gottesfurcht brauche. Ich hatte keine richtige Stille Zeit gemacht und hab dann auf der Arbeit (ich hatte in dem Moment nicht wirklich was zu tun, aber, ja, war trotzdem vielleicht nicht ganz so in Ordnung) Psalm 4 gelesen.

Erzittert und sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager und seid still! Bringt Opfer der Gerechtigkeit und vertraut auf den HERRN!

Psalm 4, 5-6

Wenn man vor Dir, HERR, erzittert, dann kann man gar nicht sündigen. Ich bitte Dich sehr um mehr Gottesfurcht. Erforsche immer wieder mein Herz, damit ich sofort wieder auf dem ewigen Weg gehe, auf Deinem Weg! Es macht mich todunglücklich, wenn ich Dir nicht folge!

Tag 7: Zur Ehre Gottes essen

Ich achte mehr darauf, wie viele Snacks ich zu mir nehme und wie viel Bewegung ich bekomme. Das Programm ist durchaus hilfreich. Nur stelle ich fest, dass sich meine Gewohnheiten, die ich etablieren möchte, teilweise von denen des Programms abweichen. Manchmal wähle ich die Regeln, die mir gerade passen. Diese sind aber nicht unbedingt die richtigen. Es zeigt sich mal wieder: Mein Denken MUSS sich unbedingt mit verändern. Ich muss dringend aufrichtiger und ehrlicher sein und jedes Mal, wenn ich esse, mir vor Augen führen, dass ich vor GOTT, esse und Ihm zur Ehre essen soll! Damit weiß ich im Grunde sofort, wann ich nichts mehr essen sollte!

Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes!

1. Korinther 10, 31

alle, die nach meinem Namen benannt sind und die ich zu meiner Ehre geschaffen habe! Ich habe sie gebildet, ja, ich habe sie gemacht.

Jesaja 43, 7

Herr, zu Deiner Ehre hast Du mich doch eigentlich geschaffen! Wenn ich das doch nie vergessen würde. Es ist wirklich ein andauerndes Auf und Ab. Manchmal könnte ich verzweifeln an mir. Bitte hilf mir immer weiter, dass ich nicht aufhöre aus Deiner Gnade heraus zu kämpfen und Deine Ehre in allem zu suchen!

Gerade habe ich noch die Verse vor Jesaja 43, 7 gelesen. Ich heule gleich los:

Und nun, so spricht der HERR, dein Schöpfer, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Wenn du durch Wasser gehst – ich bin bei dir, und durch Flüsse – sie überfluten dich nicht. Wenn du durch Feuer schreitest, wirst du nicht verbrannt, und die Flamme versengt dich nicht. Denn ich, der HERR, bin dein Gott, der Heilige Israels, dein Retter. Ägypten habe ich als Lösegeld für dich hingegeben, für dich Kusch und Saba. Weil du teuer bist in meinen Augen, geachtet bist, und weil ich dich liebe, gebe ich Menschen für dich und Völker für dein Leben. Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Vom Aufgang der Sonne bringe ich deine Nachkommen herbei, und vom Untergang her sammle ich dich. Zum Norden sage ich: Gib her! Und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne aus der Ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die nach meinem Namen benannt sind und die ich zu meiner Ehre geschaffen habe! Ich habe sie gebildet, ja, ich habe sie gemacht.

Jesaja 43, 1-7

Trotz meines häufigen, andauernden Versagens, gilt das auch für mich. Zu Israel hast Du das ebenfalls in einer Zeit des Versagens gesagt. Für mich hast Du nicht Ägypten als Lösegeld hingegeben oder Völker, sondern Deinen eigenen Sohn! Ich gehöre Dir, HERR, für immer. DANKE! Ich bin so froh, dass Du mich festhältst. Jeden Morgen darf ich mich daran erinnern, dass Du mich hältst! Denn Dein Wort sagt:

Ich legte mich nieder und schlief; ich bin wieder erwacht, denn der Herr hält mich

Psalm 3, 6

Was für eine unbegreiflich große Liebe! DICH, Herr, will ich immer mehr erkennen und Die Höhe, Breite, Länge, Tiefe Deiner Liebe in Christus!

Tag 6: Gemeinsam, nicht allein unterwegs sein

Gestern hat das Gesundheitsprogramm begonnen, zu dem ich mich über die Arbeit angemeldet habe. Es wird fünf Wochen andauern und Ziel ist es gesunde Gewohnheiten aufzubauen. Täglich muss man einen Report abgeben, in welchen Bereichen seiner Gesundheit (Ernährung, Sport, Achtsamkeit, Schlaf u.a.) man Punkte sammeln konnte und in welchen nicht. Es hilft tatsächlich dadurch dran zu bleiben. Eine extrinsische Motivation, wie man so schön sagt.

Wenn auch andere mitmachen und man sozusagen als Team unterwegs ist und auch Rechenschaft abgeben muss, ist das wirklich eine Hilfe.

Sagt auch die Bibel:

Es ist besser, dass man zu zweit ist als allein, denn die beiden haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem anderen auf; wehe aber dem, der allein ist, wenn er fällt und kein Zweiter da ist, um ihn aufzurichten!

Prediger 4, 9-10

Natürlich ist es noch besser, wenn man Glaubensgeschwister hat, die mitkämpfen, da man sich auch geistlich gegenseitig ermutigen kann. Aber zumindest hilft es, wenn man insgesamt mit anderen unterwegs ist.

Mein Gebet ist trotzdem, dass ich irgendwann noch Glaubensgeschwister finde, die das gleiche Problem haben und mit denen ich das durchkämpfen kann! Bitte, Herr, schenke mir diese! Um Deines Namens Willen, damit Du verherrlicht wirst!

Tag 5: Mit Gottes Wort kämpfen und siegen

Heute habe ich wirklich mit seinem Wort gekämpft!

Ach Herr, wie zahlreich sind meine Feinde. Viele erheben sich gegen mich. Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei Gott! Aber du, Herr, bist ein Schild um mich, du bist meine Herrlichkeit und der mein Haupt emporhebt.

Psalm 4, 1-2

Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit wurde mir wieder meine Schuld bewusst, die ich die letzten zwei Tage auf mich geladen hatte und ich hab sie neu vor Gott gelegt. Gleichzeitig habe ich Ihn um Hilfe angefleht.

Herr, der Teufel ist ein Menschenmörder. Er will mich wirklich umbringen, er will mich töten. Bitte, HERR, hilf mir! Sei Du mein Schild und rette mich. Bitte rette mich! Ich bin Dir so dankbar, dass Du auch mein Haupt wieder emporhebst. Ich war so niedergedrückt und niedergeschlagen.

Das war so krass, als ich mit Gottes Worten selbst gebetet habe. Die geistliche Realität, nämlich dass der Teufel mich wirklich entmutigen und in die Verzweiflung treiben will. Ich hatte tatsächlich schon sehr schlimme selbstzerstörerische Gedanken wegen der Essproblematik, weil ich keine Hoffnung mehr hatte und die Verzweiflung den Blick auf meinen Retter-Gott verdeckte. Aber Gott ist ein Schild um mich!

Heute beim Gebetsabend habe ich mit einem Freund darüber gesprochen wie schlimm es doch ist, dass unser Fleisch gottlose Dinge liebt und Gott selbst hasst. Der Freund meinte dann: Weißt du, was mich so ermutigt? Dass Gott uns ans Ziel bringen wird. Auf jeden Fall!

Da bin ich auch sowas von dankbar! Danke, HERR, dass Du mich ans Ziel bringst! Hör nicht auf an mir zu wirken bis ich Dir vollkommen ergeben bin und nicht mehr in dieser Lieblingssünde leben muss. Ich hasse sie abgrundtief und ich hasse es, dass mein Fleisch sie liebt. Das ist grässlich. Paulus hat so Recht, wenn er ruft:

Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?

Römer 7, 21-24

Die Antwort:

Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! (Vers 25)

Durch Christus kann ich siegen und muss nicht mehr meinen äußeren Menschen und seinen Begierden folgen. Aber die Bedingung ist, dass ich auf Christus schaue und sein Wort nicht aus meinem Mund, meinen Gedanken weicht.

Tag 3: Sehnsucht in Gott stillen

Ein Nachtrag zu Sonntag: Die Predigt hat den Nagel auf den Kopf getroffen!

Es ging um unser Herz, das von Grund auf böse ist und Gott hasst. Gleichzeitig hat es eine Sehnsucht, die es irgendwie stillen will. Es gibt aber nur einen Ort, an dem unser Herz zur Ruhe kommt: In Gott. Mir ist beim Zuhören erneut klar geworden, dass ich meine Sehnsucht nur in Gott stillen darf. Denn wenn ich es nicht tue, versuche ich sie im Essen, im Medienkonsum zu stillen. Und das zerstört mich.

HERR, lass mich immer mehr von Herzen beten: Wenn ich nur DICH habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde! (Ps. 73, 25)

Tag 3-4: Gescheitert, doch weiter kämpfen

Es lief gar nicht gut. Tag 3 lief an sich ganz gut, aber dann kam die Problematik auf, dass ich nicht zum Abendessen kam, weil ich mit Freunden unterwegs war. Nur zwei Stück Kuchen hatte ich stattdessen gegessen. Als ich dann spät nach Hause kam, hatte ich Hunger und dachte mir, dass es ja in Ordnung ist, was zu essen, da ich kein richtiges Abendessen hatte. Doch dann hab ich über die Stränge geschlagen. Ich habe mich nicht an meine Vorsätze gehalten, einfach drauf losgegessen. Das ging dann mit ungesundem Medienkonsum einher. Aus dem Grund habe ich gestern auch keinen Eintrag gemacht. Es ist so beschämend, gleich am dritten Tag zu scheitern. Man war doch so voller Elan und jetzt das… Aber das will der Teufel ja: dass man aufgibt und niemandem von seinem Fehltritt erzählt, damit man nicht zu Gott umkehren kann und die Sache in Ordnung bringt.

Wenn die Zügel losgelassen sind, dann meist in mehreren Bereichen. Römer 13, 14 ist so wahr: pflegt das Fleisch (die alte menschliche Natur) nicht bis zur Erregung von Begierden. Denn:

Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand; sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

Jakobus 1, 13-15

Absolut wahr!

Am nächsten Tag lag mir das Essen noch so schwer im Bauch. Aber ich hab es nicht geschafft umzukehren. Wenn das Fleisch einmal wach geworden ist und die Kontrolle übernommen hat, ist es echt stark. Aber das ist keine Entschuldigung für mich! Denn der Geist Gottes, der in mir wohnt ist viel stärker! Nur hab ich mir das nicht vor Augen gehalten. Ich bin nicht zu Gott umgekehrt, habe nicht sein Wort zum kämpfen gegen die Lügen in meinem Kopf gebraucht und habe stattdessen meine Sünde mehr geliebt. Ich hätte genau  das machen sollen, was Gott auch Josua ganz am Anfang vor der Landnahme sagte: …und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst! Lass diese Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln.

Mit dem Wort kämpfen!

Das Wort zeigt mir, wie schlimm Sünde ist:

Mein unbeherrschtes Essverhalten ist nichts anderes als Völlerei und Sünde, wie die Bibel es sagt (Gal. 5, 21). In der Neuen Genfer Übersetzung steht es noch krasser: Fressgier. Es ist sehr gut, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Fressgier ist etwas so schreckliches! Ich darf das nicht verharmlosen. Gott hasst es und der Heilige Geist in mir ebenfalls. Ich mache ihn traurig dadurch und dämpfe ihn.

Das Wort bringt mich zur Umkehr

1.Samuel 7, 3:

Wenn ihr von ganzem Herzen zu dem HERRN zurückkehren wollt, dann tut die fremden Götter und Astarten aus eurer Mitte und richtet euer Herz zu dem HERRN und dient ihm allein, so wird er euch aus der Hand der Philister erretten! Da schafften die Kinder Israels die Baale und die Astarten hinweg und dienten dem HERRN allein.

Das Wort tröstet und ermutigt mich zur Nachfolge

1.Samuel 12, 20-22:

Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse getan: doch weicht nicht von der Nachfolge des HERRN ab, sondern dient dem HERRN von ganzem Herzen! Und weicht nicht ab zu den nichtigen Götzen; sie nützen euch nichts und können euch nicht erretten, denn sie sind nichtig. Der HERR aber wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen.

Mir kam tatsächlich während des Tages auch der Vers: Wenn wir aber unsere Schuld bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünde vergibt und reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1. Joh. 1,9)

Das ist ein wirklich erbauender Vers. Denn wenn man mal in Sünde steckt, ist es so schwer an Gottes Gnade festzuhalten und zu glauben, dass er dir wirklich vergeben hat in Christus.

Vor allem gilt auch immer noch, was Gott auch zu Josua ganz zu Beginn gesagt hat: Ich werde dich nicht aufgeben und nicht verlassen. Das darf ich wirklich niemals vergessen! Gott ist auch nach meinem Scheitern noch auf meiner Seite! Er will das mit mir durchziehen!

DANKE, GUTER VATER! DU BIST WIRKLICH MEINE RETTUNG!

Also, mit Gottes Wort kämpfen!

Tag 2: Kann ich auch anderen helfen?

Voraussetzung andere anzuleiten

Und zu den Rubenitern, den Gaditern und dem halben Stamm Manasse redete Josua und sprach: 13 Gedenkt an das Wort, das euch Mose, der Knecht des HERRN, gebot, als er sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht und euch dieses Land gegeben. 14 Lasst eure Frauen, eure Kinder und euer Vieh in dem Land bleiben, das euch Mose hier, diesseits des Jordan, gegeben hat; ihr aber sollt in Kampfordnung vor euren Brüdern hinüberziehen, alle tapferen Krieger, und ihnen helfen, 15 bis der HERR auch eure Brüder zur Ruhe gebracht hat wie euch, und sie das Land eingenommen haben, das der HERR, euer Gott, ihnen geben wird; dann sollt ihr wieder in euer eigenes Land zurückkehren und in Besitz nehmen, was euch Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat diesseits des Jordan, gegen Aufgang der Sonne!

Josua 1, 12-15

Die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse werden dazu aufgefordert ihren Volksgeschwistern voranzugehen. Warum? Nur weil sie bereits ihr Land eingenommen haben und zur Ruhe gekommen sind! Das ist eigentlich die Antwort auf meine Frage, ob ich anderen jetzt schon helfen soll und kann mit diesem Problem, das ich habe. Ich muss erst einmal selbst in meinem Denken verwandelt und somit dann auch in meinem Verhalten verändert werden und DANN kann ich anderen helfen. Denn wie kann ein Blinder einen Blinden führen? Bzw. heißt es ja auch, dass man sich zuerst um den eigenen Weinberg kümmern soll und diesen nicht vernachlässigen darf, indem man andere  Weinberge hütet. (Hoheslied 1, 6) Aber wenn man dann sein Land eingenommen hat – im übertragenen Sinn: gefestigt im Glauben, in der Erkenntnis, sodass man nicht selbst immer wieder hinfällt und im Grunde noch in der Sklaverei steckt – dann soll man unbedingt für die Glaubensgeschwister kämpfen, die diesen Weg noch vor sich haben!

Was ist eigentlich dieses zur Ruhe kommen?

…denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen.

Hebräer 4, 10

Du kannst nur in die Ruhe eingehen, wenn du GLAUBST. Dann kommst du zur Ruhe von deinen Werken. Werke, durch die du versucht hast gerettet zu werden. Dabei kann man sich ja durch Werke nicht retten. Genauso wie das Volk Israel am Sabbat keine Arbeit verrichten durfte, um klar zu machen, dass es Gott ist, der sie aus Gnade und nicht aufgrund ihrer Werke heiligt. Aber danach geht es ja weiter. Man wird nicht nur durch Gnade gerettet, sondern es gilt auch aus dieser Gnade tagtäglich zu leben.

Beim Thema Abnehmen versuche ich so oft es irgendwie allein zu schaffen, mich selbst von dieser fehlenden Disziplin zu erlösen. Aber ich brauche auch hier Rettung, wie in allen Bereichen meines Lebens.

Was mich irgendwie stutzig macht, ist, dass ich durch den Glauben ja eigentlich schon in die Ruhe eingegangen bin, aber irgendwie dann doch nicht ganz, denn ich struggle täglich noch vor mich hin. Vielleicht kann man das auch damit vergleichen, dass man als Gläubiger an Jesus Christus schon den Stand als Heiliger vor Gott hat, aber in seinem Lebenswandel trotzdem noch geheiligt werden muss? Das wäre jetzt so der Gedanke, der mir im Moment am wahrscheinlichsten scheint.

Hingabe für andere durch Selbstaufgabe

Was mir noch aufgefallen ist: Die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse lassen alles zurück, geben alles auf, um ihren Geschwistern zu helfen. Keiner hat größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde, sagte Jesus Christus. (Johannes 15, 13) Er hat es selbst  getan und auch mir geboten meine Glaubensgeschwister so zu lieben, dass ich mein Leben hingebe für sie.

Herr,  lass mich so hingebungs- und aufopferungsvoll werden wie DU! Lass mich mein Land in Besitz nehmen, damit ich dann anderen helfen kann. Ich bin DIR so dankbar, dass DU mir das Land geben willst und schon gegeben hast. Zeig mir, wie ich es einnehmen kann. Amen
Gewohnheiten ändern

Ich habe versucht langsamer zu essen. Es ist mir zumindest schon bewusster, aber ich muss mich immer wieder daran erinnern. Das mit den 3 Mahlzeiten hat wieder gut geklappt. Beim Mittagessen hätte ich das zusätzliche Brötchen nicht mehr essen sollen. Das mit den Portionengrößen wäre eine neue Hausaufgabe für die nächste Woche. Aber zuerst nehme ich mir das langsamer-Essen vor.

Tag 1: Gottes Zusagen zu Beginn

So weit, so gut. Jetzt, wo es auch online losgeht, ist es irgendwie noch einmal offizieller, dass ich diese 100-Tage-Reise antrete. Aber ich bin schon so gespannt, was Du, Herr, so alles machst!

Geistliches Futter zum Nachdenken

Josua ist sooo ein tolles Buch! Genau richtig für meine Situation.

Die Ausgangslage: Dem Volk Israel wurde das Land verheißen. Die Knechtschaft in Ägypten haben sie hinter sich gelassen – zumindest physisch wurden sie von der Sklaverei der Ägypter befreit. Und nur weil sie keine Sklaven mehr sind, können sie das ihnen versprochene und zugesagte, ja, eigentlich schon geschenkte Land einnehmen. Geistlich übertragen heißt das, dass ohne Befreiung aus der Sklaverei der Sünde, unter der ja jeder Mensch von Geburt an steht, es auch nicht möglich ist, die geistlichen Schätze in Anspruch zu nehmen, die man durch den Glauben an Jesus Christus bekommt.

Nun, diesen Schritt aus der Sklaverei der Sünde durfte ich ja bereits machen. Danke, guter Vater!

Da steht also Josua mit tausenden von Leuten am Jordan und soll das Land in Besitz nehmen. Und Du, Herr, bist so ermutigend:

Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich es Mose verheißen habe. […] Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein; ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. Sei stark und mutig! Denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen gebe.

Josua 1, 3.5

Genau deshalb kann auch ich mutig und gestärkt losziehen und den Kampf gegen mein unbeherrschtes Essverhalten angehen, weil nämlich der mächtige, große, starke, liebende Gott mir zusagt, dass er mir die Freiheit geben will. Und dass er mich nie verlassen wird und auch, wenn ich nicht gleich alle Kämpfe gewinnen werde, wird er mich nicht aufgeben! Denn Du sagst es ja nicht nur Josua, sondern auch deinen Kindern, die an Jesus glauben:

Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht.

2. Petrus 1, 3-4

Das Land bei Josua steht für mich also für das geistliche Erbe. Ich merke schon, ich weiß noch gar nicht richtig, was alles dazu gehört. Aber eine Verheißung ist: Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei! – Johannes 8, 36. Von daher glaube ich Dir, Herr, dass die Freiheit gegeben ist – ich muss nur noch darin leben. Und wie, sagst Du gleich auch noch:

Sei du nur stark und sehr mutig, und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zu Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst! Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln.

Josua 1, 7-8

Diese beiden Verse will ich auswendig lernen! Ich habe schon in den letzten Tagen gemerkt, dass es ultra segensreich ist Verse auswendig zu lernen. Du gebrauchst das so, zu mir zu reden und mich auf Dich fokussieren.

Ganz praktisch bedeutet das jetzt für die Umsetzung: Ich will auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Nachhauseweg Bibelverse auswendig lernen. Jeden Morgen werde ich Dein Wort studieren und so werde ich Gelingen haben. Das ist das, was Du sagst. Und weil Du es am besten weißt, vertraue ich Dir!

Gewohnheitssache

In Bezug auf Essen lief es ganz gut soweit. Drei Mahlzeiten, die auch gesund waren. Ich hab sogar gekocht und das macht wirklich einen Unterschied. Man hetzt nicht so und isst nicht im Vorübergehen. Abends war es auch minimal zu viel und ich hätte noch langsamer essen sollen. Aber das kann man ja noch lernen. Gern hätte ich noch Sport gemacht, aber dann hat die Zeit doch nicht gereicht. Ich denke, das muss ich fester einplanen, denn es gibt immer irgendetwas zu tun.

Hausaufgabe diese Woche: Josua 1, 7-8 auswendig lernen und langsamer essen.