Es lief gar nicht gut. Tag 3 lief an sich ganz gut, aber dann kam die Problematik auf, dass ich nicht zum Abendessen kam, weil ich mit Freunden unterwegs war. Nur zwei Stück Kuchen hatte ich stattdessen gegessen. Als ich dann spät nach Hause kam, hatte ich Hunger und dachte mir, dass es ja in Ordnung ist, was zu essen, da ich kein richtiges Abendessen hatte. Doch dann hab ich über die Stränge geschlagen. Ich habe mich nicht an meine Vorsätze gehalten, einfach drauf losgegessen. Das ging dann mit ungesundem Medienkonsum einher. Aus dem Grund habe ich gestern auch keinen Eintrag gemacht. Es ist so beschämend, gleich am dritten Tag zu scheitern. Man war doch so voller Elan und jetzt das… Aber das will der Teufel ja: dass man aufgibt und niemandem von seinem Fehltritt erzählt, damit man nicht zu Gott umkehren kann und die Sache in Ordnung bringt.
Wenn die Zügel losgelassen sind, dann meist in mehreren Bereichen. Römer 13, 14 ist so wahr: pflegt das Fleisch (die alte menschliche Natur) nicht bis zur Erregung von Begierden. Denn:
Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand; sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
Jakobus 1, 13-15
Absolut wahr!
Am nächsten Tag lag mir das Essen noch so schwer im Bauch. Aber ich hab es nicht geschafft umzukehren. Wenn das Fleisch einmal wach geworden ist und die Kontrolle übernommen hat, ist es echt stark. Aber das ist keine Entschuldigung für mich! Denn der Geist Gottes, der in mir wohnt ist viel stärker! Nur hab ich mir das nicht vor Augen gehalten. Ich bin nicht zu Gott umgekehrt, habe nicht sein Wort zum kämpfen gegen die Lügen in meinem Kopf gebraucht und habe stattdessen meine Sünde mehr geliebt. Ich hätte genau das machen sollen, was Gott auch Josua ganz am Anfang vor der Landnahme sagte: …und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst! Lass diese Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln.
Mit dem Wort kämpfen!
Das Wort zeigt mir, wie schlimm Sünde ist:
Mein unbeherrschtes Essverhalten ist nichts anderes als Völlerei und Sünde, wie die Bibel es sagt (Gal. 5, 21). In der Neuen Genfer Übersetzung steht es noch krasser: Fressgier. Es ist sehr gut, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Fressgier ist etwas so schreckliches! Ich darf das nicht verharmlosen. Gott hasst es und der Heilige Geist in mir ebenfalls. Ich mache ihn traurig dadurch und dämpfe ihn.
Das Wort bringt mich zur Umkehr
1.Samuel 7, 3:
Wenn ihr von ganzem Herzen zu dem HERRN zurückkehren wollt, dann tut die fremden Götter und Astarten aus eurer Mitte und richtet euer Herz zu dem HERRN und dient ihm allein, so wird er euch aus der Hand der Philister erretten! Da schafften die Kinder Israels die Baale und die Astarten hinweg und dienten dem HERRN allein.
Das Wort tröstet und ermutigt mich zur Nachfolge
1.Samuel 12, 20-22:
Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse getan: doch weicht nicht von der Nachfolge des HERRN ab, sondern dient dem HERRN von ganzem Herzen! Und weicht nicht ab zu den nichtigen Götzen; sie nützen euch nichts und können euch nicht erretten, denn sie sind nichtig. Der HERR aber wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen.
Mir kam tatsächlich während des Tages auch der Vers: Wenn wir aber unsere Schuld bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünde vergibt und reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1. Joh. 1,9)
Das ist ein wirklich erbauender Vers. Denn wenn man mal in Sünde steckt, ist es so schwer an Gottes Gnade festzuhalten und zu glauben, dass er dir wirklich vergeben hat in Christus.
Vor allem gilt auch immer noch, was Gott auch zu Josua ganz zu Beginn gesagt hat: Ich werde dich nicht aufgeben und nicht verlassen. Das darf ich wirklich niemals vergessen! Gott ist auch nach meinem Scheitern noch auf meiner Seite! Er will das mit mir durchziehen!
DANKE, GUTER VATER! DU BIST WIRKLICH MEINE RETTUNG!
Also, mit Gottes Wort kämpfen!